Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Hospiz
Einen Hospizplatz bekommen Personen, die unheilbar erkrankt sind und die in absehbarer Zeit sterben werden, weshalb ein Krankenhausaufenthalt nicht mehr notwendig ist. Zu den Hospiz Aufnahmebedingungen gehört außerdem, dass die häusliche Pflege für die Angehörigen nicht zu stemmen ist, weil diese zum Beispiel aus beruflichen Gründen keine Zeit für die Pflege haben oder selbst körperlich nicht in der Lage sind. Stellt sich also die Frage „Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Hospiz?“, so müssen diese Voraussetzungen für die Hospizaufnahme erfüllt sein. Wenn das Lebensende absehbar ist und sich die Frage nach der Unterbringung in einem Hospiz stellt, kommen oft zwei Fragen auf: „Wann kommt man ins Hospiz?“ und „Wie lange kann man im Hospiz bleiben?“ Die erste Frage wurde im vorhergehenden Absatz beantwortet, auf die zweite gibt es keine konkrete Antwort. Ein Hospiz für Erwachsene kümmert sich um sterbende Personen. Der Aufenthalt endet daher im Regelfall, wenn die Person verstirbt. Daher kann hier kein fester Plan festgelegt werden, wie viele Tage, Wochen oder Monate ein Gast in einem Hospiz verweilen darf. Die Person wird so lange im Hospiz versorgt, wie nötig.
Hospiz – Kosten
Sind die oben aufgeführten Aufnahmekriterien für ein Hospiz erfüllt, muss man sich über die Hospiz Kosten tatsächlich gar keine großen Gedanken machen. Bereits seit 1997 übernimmt die Krankenkasse für gesetzlich versicherte einen Anteil der Kosten für ein Hospiz. Seit 2009 zahlt der Gast für die Hospiz Kosten keinen Eigenanteil mehr. Die Hospiz Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen beträgt seither 95 Prozent, die restlichen Hospizplatz Kosten werden durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeiter aufgefangen. Auch die ambulante Hospizversorgung wird von den gesetzlichen Krankenkassen durch einen festen Zuschuss zu den Personal- und Sachkosten finanziert. Dadurch soll den betroffenen Personen und den Angehörigen in dieser ohnehin schwierigen Zeit die finanzielle Sorge erspart werden.
Antrag auf Hospizversorgung
Möchte man einen Hospizantrag stellen, muss ein Arzt oder eine Ärztin die Notwendigkeit einer Hospizversorgung feststellen und bescheinigen. Hierzu wird auf einem Formular angegeben, um welche Erkrankung es sich handelt und in welchem Stadium sich die Krankheit befindet. Es muss festgestellt werden, dass eine begrenzte Lebenserwartung vorliegt, und es werden Angaben zur bisherigen Behandlung, sowie zu geplanten weiteren Therapiemethoden gemacht. Die Ärztin oder der Arzt gibt an:
- in welchen Bereichen die Person Hilfe benötigt
- ob bestimmte Dinge (wie zum Beispiel eine Suchterkrankung) beachtet werden müssen
- und inwiefern die Person durch Angehörige versorgt werden kann oder eben nicht.
Ist eine Versorgung durch Angehörige nicht möglich, wird ein Antrag auf eine stationäre Unterbringung in einem Hospiz gestellt.
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